Logo

Nachhaltigkeit ist ein weltweiter Megatrend, der auch vor Südwestfalen nicht Halt macht. Denn für eine ständig wachsende Zahl an Bürgerinnen und Bürgern wird die nachhaltige Herkunft eines Produkts oder einer Dienstleistung zu einem entscheidenden Kaufkriterium.

Megatrend Nachhaltigkeit – was bedeutet das?

„Hauptsache günstig“? Bei Verbraucher:innen in Deutschland wird dieses Motto immer stärker durch steigende Nachhaltigkeitsansprüche verdrängt: So ergab eine Studie des LBBW Research, dass etwa 50 Prozent der Konsument:innen darauf achten, dass Unternehmen sozial und ökologisch handeln. Nachhaltig agierende Firmen bestätigen diesen Trend: Sie verbuchen steigende Imagewerte, sinkende Energiekosten und – durch den schonenderen Einsatz von Ressourcen – zumeist auch höhere Margen. Nachhaltigkeit bedeutet dabei für Unternehmen jedoch viel mehr als bloß „Umweltschutz“ wie die häufig für nachhaltig wirtschaftende Betriebe herangezogenen ESG – Kriterien verdeutlichen: Während das E (Environment) für Umweltaspekte steht, widmen sich S (Social) und G (Governance) dem gesellschaftlichen Impact der Firma sowie ihrer Unternehmensführung. Leitlinien zum diskriminierungsfreien Umgang mit Mitarbeitenden oder zu deren Förderung sind also genauso Teil des nachhaltigen Wirtschaftens eines Unternehmens wie dessen CO2-Fußabdruck.

Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen

Nicht jedes Unternehmen wird auf die gleiche Art und Weise nachhaltig. Manchmal bieten sich branchenabhängig ganz besondere Chancen. Ein südwestfälischer Vorreiter auf dem Gebiet, ein bestehendes Geschäftsmodell nachhaltig umzudenken, ist Alexander Nikolay. Bei seinem nachhaltigen Imbiss „BÄM FOOD“ in Siegen achtet er neben Regionalität und Tierwohl auch auf die faire Bezahlung seiner Angestellten und plastikfreie Verpackungen.

Natürlich lässt sich dieses Konzept nicht 1:1 auf Büro- oder Industriebetriebe übertragen. Hier könnte dafür neben mehr Mitgestaltungsraum für Beschäftigte oder familienfreundliche Arbeitsmodelle die Zusammenarbeit mit regionalen Zulieferern oder Speditionen für mehr Nachhaltigkeit und somit auch für einen Wettbewerbsvorteil sorgen. Denn nicht nur Kund:innen fällen ihre Kaufentscheidungen zunehmend nach Nachhaltigkeitskriterien. Ganze 76 Prozent aller Arbeitnehmer:innen geben an, dass ihnen Nachhaltigkeit bei ihren Arbeitgebenden wichtig ist. Eine echte Chance in Zeiten des Fachkräftemangels, sich Bonuspunkte auf dem umkämpften Bewerber:innenmarkt zu sichern.

Auch der Einsatz besonders ressourcenschonender Betriebstechnik kann ein Unternehmen nachhaltiger machen. Leider sind der Installation solcher Anlagen häufig hohe Anfangsinvestitionen vorgeschaltet. Bei diesen lassen Sie Bund, Länder und auch die EU zum Glück nicht alleine, sondern helfen interessierten Unternehmen mit attraktiven Förderprogrammen. Darunter gibt es auch speziell auf die Land- und die auf im Siegerland und im Märkischen Kreis besonders starke Forstwirtschaft zugeschnittene Förderprogramme.

Tue Gutes, und rede darüber

Klar ist, dass Mensch und Umwelt in der Region sowie überregional von der nachhaltigen Transformation Ihres Unternehmens profitieren werden. Der Imagevorteil für Sie, aus denen Ihr Wettbewerbsvorteil resultiert, stellt sich hingegen nicht automatisch ein. Daher ist es wichtig, dass Sie Nachhaltigkeitsmaßnahmen auch nach außen kommunizieren. Eine in den letzten Jahren in Verruf geratene Werbepraxis ist in diesem Kontext das Greenwashing. Darunter versteht man leere Marketing-Maßnahmen, die einem Betrieb ungeachtet dessen realer Geschäftspraktiken ein freundliches, grünes Gesicht geben sollen. Solche unlautere Werbung, die früher oder später ohnehin auffliegt, haben Unternehmen, die ihren nachhaltigen Wandel transparent darstellen, nicht nötig. Besonders sympathisch und transparent sind Sie, wenn Sie auch offen in den Dialog treten: Dafür können Sie beispielsweise auf Ihrer Firmenwebsite Ihre:n Nachhaltigkeitsbeauftragte:n vorstellen und ihre oder seine Kontaktdaten hinterlegen. Außerdem können Sie in Unternehmenspublikationen über die Einführung neuer nachhaltiger Meilensteine in Ihrem Unternehmen berichten. Auch Social Media ist ein toller Ort für Nachhaltigkeitsberichterstattung. Hier können Sie zudem über Umfragen und andere Tools herausfinden, welche nachhaltigen Maßnahmen für Ihre Stakeholder wirklich interessant sind.

Proaktiv handeln statt verspätet zu reagieren

Die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen erfährt auch gesetzlich eine immer stärker werdende Regulierung. Davon sollen die gesamte Gesellschaft und nachfolgende Generationen profitieren. Die Krux für Ihr Unternehmen: Vollziehen Sie einen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit erst dann, wenn er ohnehin rechtlich geboten ist, verlieren Sie Ihren Wettbewerbsvorteil. Daher bietet es sich an, entsprechende Weichen möglichst früh zu stellen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und diese transparent nach außen zu kommunizieren. Beginnen Sie dabei ruhig in kleineren Schritten, um das neue Terrain kennenzulernen. Auch diese werden schnell eine Sogwirkung entfalten: Bei Kund:innen, Arbeitnehmer:innen und den Menschen in Südwestfalen.

Mehr für Sie

Sie haben Fragen, Anregungen oder wollen sich zu einem aktuellen Thema aus unseren News austauschen? Das wollen wir auch! Wir freuen uns auf Ihren Input.

Logo
NAVIGATION MINIMIEREN