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Seit dem Jahr 1910 gibt es die Firma Langlotz. Doch erst 1950 siedelte sich das ursprünglich in Thüringen beheimatete Unternehmen in Südwestfalen, in Halver, an. Heute kennt man Langlotz als Experten im Spritzgussverfahren, dessen Grundstein in den 1930er Jahren gelegt wurde. Angefangen hat alles allerdings mit der Fertigung von Radiozubehör und elektrotechnischen Bedarfsartikeln. Ein Erfolgsgeheimnis des Unternehmens ist die Fähigkeit, sich neu erfinden zu können. Wir haben mit dem kaufmännischen Leiter Christoph Seibert über diese Eigenschaft und über seine weiteren Ziele gesprochen.

Es war kein glücklicher Umstand, der veranlasst hat, dass die Firma Langlotz von Thüringen nach Halver gezogen ist. Denn tatsächlich musste der Unternehmensgründer Günter Langlotz aufgrund des Krieges nach Südwestfalen fliehen, wo er schließlich mit drei Gesellschaftern sein Unternehmen neu gegründet hat. Heute ist Christoph Seibert in dritter Generation Teil der Führungsebene des Unternehmens. Und diese Tradition der langjährigen Firmenzugehörigkeit ist nicht nur in der Geschäftsführung zu sehen, sondern auch bei den Mitarbeiter:innen. Denn tatsächlich gibt es unter den rund 45 Angestellten der Firma solche, deren Eltern und Großeltern bereits für das Unternehmen tätig waren.

Erfolg des Unternehmens dank Anpassungsfähigkeit

Seit 1950 wurde das Unternehmen mehrfach ausgebaut, vergrößert und umstrukturiert. “Wir haben immer schon einen engen Kontakt zu unseren Kund:innen gesucht und waren dadurch in der Lage, frühzeitig Trends zu erkennen”, erklärt Christoph Seibert. So hat das Unternehmen beispielsweise in den letzten Jahren massiv in die Automatisierung investiert, unter anderem in Cobots. Hierbei handelt es sich um sogenannte kollaborative Roboter, die gemeinsam mit Menschen arbeiten. Vor zwei Jahren hat das Unternehmen außerdem in einen neuen Standort für die Montage investiert.

Dass das Unternehmen heute zu den Marktführern in der Herstellung von Spritzgussteilen zählt, scheint also auch dem geschuldet zu sein, dass sich Langlotz anpassen kann und flexibel auf Wünsche und Anregungen der eigenen Kundschaft reagiert. Oder wie es Christoph Seibert formulieret: “Wir sind ein Startup mit einer über 100-jährigen Geschichte”. Denn tatsächlich stellt er sich ständig eine Frage: “’Was können wir besser machen? Im offenen Dialog mit unseren Kund:innen versuchen wir dann die besten Lösungen zu finden.”

Traditionsunternehmen mit Startup-Charakter

Ein Wesensmerkmal von Startups ist, dass Hierarchien aufgebrochen werden und Mitarbeiter:innen sich im Unternehmen aktiv einbringen können. Das hat Christoph Seibert auch geholfen, ab 2012 das Unternehmen neu aufzustellen. “Wir haben in intensiven Analysen mit unseren Mitarbeiter:innen unsere Stärken und Schwächen analysiert und uns auf unsere Kernkompetenzen konzentriert”, erklärt er.

Die Kernkompetenz des Traditionsunternehmens Langlotz ist der Spritzguss. Das Startup Langlotz wiederum ist dann spürbar, wenn Christoph Seibert von der “offenen und experimentierfreudigen Unternehmenskultur” spricht und darüber, wie diese dem Unternehmen geholfen hat, neue Märkte zu erschließen. Denn tatsächlich ist seit 2012, als Christoph Seibert kaufmännischer Leiter wurde, fast 90 Prozent der Kundschaft neu dazugewonnen worden.

Tradition und Leidenschaft in Südwestfalen

Ein weiterer Grund für den Erfolg von Langlotz beziehungsweise der eine Punkt, den Langlotz von seiner Konkurrenz unterscheidet, ist der gelebte Leitspruch “Tradition und Leidenschaft”, wie Christoph Seibert erklärt. “Durch ein sehr motiviertes Team sind wir in der Lage, unseren Kund:innen jahrzehntelange Erfahrung gepaart mit neuen Ideen anzubieten”, so der kaufmännische Leiter. Dafür bekommt er regelmäßig die Rückmeldung, dass Langlotz immer bereit sei, einen Schritt weiterzugehen als andere. Das macht ihn und das Unternehmen stolz.

Und wie es sich für ein traditionsreiches Startup gehört, ruht sich Langlotz nicht auf den Lorbeeren aus. “Wir wollen unseren Kund:innenservice und unsere Fertigungstiefe weiter ausbauen und immer mehr Lösungen anbieten”, so Christoph Seibert. Fertig scheint er also noch lange nicht zu sein. Und noch eines ist ihm sehr wichtig: “Wir legen großen Wert auf regionale Netzwerke. Gemeinsam mit unseren Partner:innen aus der Region wollen wir auf unsere Kundschaft zugehen, um ihr die besten Lösungen anzubieten. Das treibt uns an, immer besser zu werden.”

Bildautor: https://tiefschwarzundedelweiss.de/

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